Europalette NeuEuropalette
800 x 1200 x 144 mm
mit RAL Klammer, gemäß UIC Norm 435-2
mit IPPC Behandlung und kammergetrocknet
   


Europalette 1. WahlEuropalette
800 x 1200 x 144 mm
gebraucht, nur 2-3 Mal eingesetzt
anlagentauglich
   


Europalette gebrauchtEuropalette
800 x 1200 x 144 mm
gebraucht, mehrfach eingesetzt
geeignet für Hochregallager
anlagentauglich
   


Europalette gebrauchtEuropalette
800 x 1200 x 144 mm
gebraucht, mehrfach eingesetzt
   
   

Europalette

Eine Europalette ist eine sogenannte Vierwegpalette, d. h. sie kann von allen vier Seiten mit einem automatischen Flurfördergerät, einem Gabelstapler oder einem Hubwagen aufgenommen und befördert werden.

Die Europalette ist genormt und entspricht den Bestimmungen des Europäischen Palettenpools.

Da Europaletten genormte Maße haben und in der Regel auf einer Wechselbrücke, einem Wechselaufbaubehälter oder einem Sattelzug verladen werden, können immer zwei Europaletten quer oder drei Europaletten längs platziert werden.

Um herkömmliche Europaletten (1.200 x 800 mm) ohne Laderaumverlust in Containern transportieren zu können, wurden für den europäischen Binnenverkehr an die Maße der ISO-Container angepasste, aber etwas breitere Binnencontainer eingeführt.

Kennzeichnung

Eine Europalette muss folgende Kennzeichnungen aufweisen, um als eine solche behandelt zu werden: [2]

  • Den Hersteller-Code, eine Signierklammer der Prüfer und eine Kennzeichnung der zur Herstellung zugelassenen Bahn (z. B. „CH“ für die Schweiz).
  • Bei reparierten Europaletten einen runden Prüfnagel am mittleren Klotz auf einer der beiden Längsseiten.
  • Das Zeichen des Europäischen Paletten-Pools EUR am rechten Eckklotz.
Linker Klotz
  • EPAL mit ovaler Umrandung (EPAL = European Pallet Association e. V.) oder
    UIC (UIC = Union Internationale des Chemins de fer, Paris (Internationaler Eisenbahnverband)
Mittlerer Klotz
  • Kennzeichen des Unternehmens mit Umrandung, z. B. „DB“ für die Deutsche Bahn AG
  • Herstellungsland, z. B. „D“ für Deutschland
  • Güteprüfklammer (unter dem D)
  • Ziffern: Nummer des Herstellers – Herstellungsjahr – Herstellungsmonat
  • IPPC-Kennzeichnung für schädlingsfreies Holz
Rechter Klotz
  • EUR-Markenzeichen mit ovaler Umrandung

Die Europalette kann höchstens 1000 kg auf einem Punkt sowie maximal 2000 kg bei gleichmäßiger Verteilung tragen. Beschädigte und damit nicht tauschfähige Paletten haben oft eine wesentlich geringere Belastbarkeit.

Man unterscheidet beim Europaletten-Tausch verschiedene Arten der Qualität, die für den jeweiligen Versender ausschlaggebend sind:

Neue Europalette
Direkt vom Hersteller an den Kunden geliefert. Üblich in der Lebensmittelindustrie sowie bei Arzneimitteln und sonstigen gegen Verschmutzung empfindlichen Waren.

Neuwertige Europalette
Europalette, die in höchstens zwei Tauschvorgänge involviert war. Üblich bei Industriebetrieben, die ihre Verpackungsmaschinen auf Europaletten genormt haben. Unter anderem dürfen hier keine Holzsplitter von der Europalette abstehen.

Gebraucht/tauschfähige Europalette
Europalette, die aufgrund häufiger Benutzung bereits einige Mängel aufweist, etwa dunklere Holzfärbung oder kleine Absplitterungen. Diese Art wird bei den meisten Firmen und Speditionen benutzt.

Verbrauchte/nicht mehr tauschfähige Europalette
Bezieht sich auf eine verfaulte oder beschädigte Europalette.

Reparierte Europaletten
Erkennen kann man reparierte Europaletten an einem runden Nagelsiegel im Mittelklotz. Nicht mehr tauschfähige Europaletten werden von eingetragenen und von der EPAL bzw. UIC lizenzierten Betrieben repariert. Solche Europaletten fallen wiederum in die Kategorie gebraucht/tauschfähig.

 

In der Praxis weichen die Bewertungen insbesondere von „tauschfähigen“ und „nicht tauschfähigen“ Paletten trotz einfacher Unterscheidungsregeln[3] voneinander ab.

Kriterien

Ob Paletten „tauschfähig“ sind, ist definiert. Nicht tauschfähig sind Paletten, wenn[4]

die Palette nicht von einem lizenzierten Betrieb nach EPAL- bzw UIC-Kriterien hergestellt wurde
die vorgeschriebenen Kennzeichnungen auf den Klötzen fehlen
ein Brett fehlt
Bretter so beschädigt sind, dass mehrere Nagelschäfte sichtbar sind
ein Klotz fehlt oder so beschädigt ist, dass mehr als ein Nagelschaft sichtbar ist
der Allgemeinzustand sehr schlecht ist (morsch, verschmutzt usw.)
die Palette von einem nicht lizenzierten Betrieb repariert wurde


Die Bestimmungen zur Herstellung und Reparatur von Europaletten sind bis hin zur Position der einzelnen Nägel umfangreich, und Verstöße werden regelmäßig straf- und zivilrechtlich verfolgt.

Tauschvereinbarungen

Der Tausch bei Europaletten erfolgt nicht automatisch. Folgende Bedingungen sind für eine Tauschvereinbarung zwingend:

Es handelt sich um eine Europalette gemäß den Qualitätsunterschieden.
Der Versender weist bei Auftragsvergabe auf Europaletten hin.
Auf den Frachtpapieren ist die Anzahl der Europaletten vermerkt.
Der vom Spediteur beauftragte Frachtführer quittiert – in der Regel auf den Frachtpapieren/Lieferschein – die Anzahl der beim Kunden übernommenen Europaletten.


Ebenso ist zu beachten, dass ein Palettentausch nicht in allen Staaten üblich ist; selbst innerhalb der EU hat sich der Brauch, Paletten zu tauschen, nicht in allen Mitgliedsländern durchgesetzt. Die Schweizer Spediteure sind zum Jahresende 2007 aus dem Palettentausch ausgestiegen.[5] Der Palettentausch ist eine individuelle Vereinbarung zwischen Versender und Empfänger, eine Tauschverpflichtung (Gesetzesgrundlage) gibt es nicht. Eine kostengünstige Alternative zum Palettentausch ist Weiterverkauf der Paletten.

Bezeichnung Zustand Abmessung / mm Tragkraft / kg

Europalette neu 800 x 1200 x 144 1000
Europalette, IPPC behandelt neu 800 x 1200 x 144 1000
Europalette gebraucht 800 x 1200 x 144 1000