Geschichte der (Euro-)Palette

EuropaletteModerne und kostenoptimierte Logistik ist heutzutage ohne den Einsatz von Transportpaletten kaum mehr denkbar. Eine Transportpalette, meist kurz Palette genannt, ist eine flache Konstruktion, die für den Transport vieler stapelbarer Waren verwendet wird. Die beladene Palette kann mit einem Flurfördergerät (z. B. Hubwagen oder Gabelstapler) verladen werden.

Dabei erlebte der Gütertransport erst vor gut 50 Jahren einen wahren Quantensprung – die Europalette wurde erfunden.
Die Idee: Eine einheitliche Plattform im Güterverkehr sollte endlich dafür sorgen, dass kein wertvoller Stauraum mehr verschenkt wird. Bis dahin waren unzählige Aufbauten und Verpackungsgrößen üblich, Lücken und nicht genutzte Ecken die Folge. Die Europalette änderte dies, was ihre Erfindung für die Logistiker genauso wichtig macht wie die des Containers.

Das Maß aller Dinge aus Holz hat bis heute eine Grundfläche von 0,96 Quadratmetern. 120 Zentimeter ist sie lang, 80 Zentimeter breit und 14,4 Zentimeter hoch. 78 Spezialnägel machen die Palette derart stabil, dass sie über Jahre hinweg genutzt werden kann. Sinnvoll ist dies gleichermaßen aus ökonomischer wie ökologischer Sicht. Die Europalette kann höchstens 1.000 kg auf einem Punkt sowie maximal 2.000 kg bei gleichmäßiger Verteilung tragen.
Insgesamt sind weltweit schätzungsweise 500 Millionen Europaletten im Umlauf.

Seit Einführung der Europalette wird im Güterverkehr kein Stauraum mehr verschenkt.
Das Besondere an der Europalette: sie ist tauschbar und muss bei Anlieferung nicht sofort leer geräumt werden. Die sogenannte Vierwegpalette kann von allen Seiten mit einem Gabelstapler oder Hubwagen aufgenommen und befördert werden. Auf Sattelzügen und in Eisenbahncontainern können je zwei Palettentürme längs oder drei quer verladen werden.